Forschung und Technik in Genf und Wien

Eine Reise zum CERN

Die Teilnehmer des Wahlkurses "Physikalische Forschung im Mikro- und Makrokosmos" haben vom 29. Jänner bis zum 1. Februar 2018 eine Exkursion zu einer der größten Forschungseinrichtungen der Welt unternommen, dem "Conseil européen pour la recherche nucléaire" oder einfach CERN. Hier werden mit Hilfe von Teilchenbeschleunigern, Experimente durchgeführt um mehr über unser Universum zu erfahren.

Die Reise nach Genf, hier befindet sich das CERN, dauerte 12 Stunden. Nachdem wir angekommen waren, haben wir uns als aller erstes einquartiert und gemeinsam zu Abend gegessen. Am nächsten Tag ging es dann via Straßenbahn zum CERN, welches so wichtig ist, dass er sogar seine eigene Station besitzt. Dort angekommen, begannen wir mit einer Führung. Wir haben unter anderem den ersten Teilchenbeschleuniger überhaupt gesehen, das Synchrozyklotron. Neben der Physik der ganzen Apparatur wurde uns auch die Geschichte dieses technischen Wunders näher gebracht. Danach haben wir uns den Kontrollraum des ATLAS-Experiments angesehen, also den Ort, wo Wissenschaftler Ergebnisse aus Experimenten analysieren und neue Entdeckungen machen.

Nach der Führung haben wir Experimente durchgeführt, die uns verschiedene Aufgaben des Teilchenbeschleunigers näher bringen sollen und wir somit dessen Funktionsweise besser verstehen. Wir haben z.B. eine sogenannte Nebelkammer gebaut, mit der wir ohne großen Aufwand kleine Teilchen wie Protonen oder Elektronen lokalisieren konnten. Wichtig ist nur, dass wir sie selbstverständlich nicht sehen konnten, schließlich sind diese Teilchen viel zu winzig, aber wir haben ihre Spuren im namengebenden Nebel erkennen können.

Desweiteren haben wir eine "Ionen-Falle" gebaut. Ohne solche, könnte man vor allem Antiteilchen nicht lange genug erhalten um sie zu untersuchen. Um zu verstehen, welche Rolle Magnetismus beim Beschleuniger spielt, haben wir einen Elektronenstrahl mit Magneten abgelenkt, so wie es auch im Teilchenbeschleuniger passiert. Zwischendurch durften wir natürlich auch eine Pause machen und das gute Essen aus der Mensa genießen.

Am Ende unseres Tages am CERN durften wir nochmal Fragen an unsere Betreuer stellen, an welche ein großes Lob auszusprechen ist, denn es war eine tolle Erfahrung, zu sehen, mit wie viel Leidenschaft sich diese Personen der Physik zuwenden und uns dementsprechend sehr viel erklären konnten, sodass wir auf jeden Fall um einiges schlauer zurückgereist sind.

Text: Dominik Rößler 7c
Bilder: Josef Emhofer



Geblergasse meets Lange Nacht der Forschung

Freitag, der 13. April 2018. Ein Abend, um sich dem Aberglauben auszuliefern? Nicht so für eine Delegation an wissenschaftsbegeisterten Schülerinnen des Hernalser Gymnasiums. Mit akribischer Genauigkeit wurde jede noch so versteckte Ecke des "Forschungspfades" im ersten Bezirk durchforstet, begleitet von Vorträgen von Prof. Wiederin zur Geschichte angrenzender Architektur – Herz, was willst du mehr? Glückskekse zum Beispiel, die die zukünftige Studienrichtung vorhersagen (ein bisschen Spaß muss schon auch sein). Laura aus der 7B wird demzufolge womöglich "Koreanologie" studieren. Ja, warum eigentlich nicht? Ganz einfach: Weil sie sich wie ihre Kolleginnen schon sehr auf die im Allgemeinen Krankenhaus live übertragene Herzoperation gefreut hat. Da konnte Prof. Klauser noch so sehr darum feilschen, sich mit ihm am 7-Tesla-(!!!)-Magnetresonanztomografen am Gelände zu ergötzen. Da gab‘s heute nichts zu holen. Den Ausklang der (viel zu kurzen) Langen Nacht der Forschung machte dann ein Besuch der Universitätssternwarte samt Blick durch das altehrwürdige Refraktorteleskop (dank einer Prise "Vitamin B" von Prof. Klingenböck). Das war dann auch der Trost dafür, dass der arme Herr Prof. Klauser ein weiteres Mal enttäuscht wurde, nachdem das Physikinstitut bereits um 21 Uhr seine Pforten geschlossen hatte. Aber die nächste lange Nacht kommt ja bestimmt :)

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