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Hernalser Gymnasium Geblergasse 56, 1170 Wien

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Stellungnahme der Direktion zum Garagenprojekt

Stand 23.1.2012

Seit November 2009 ist bekannt, dass der Bezirk Hernals eine 4-stöckige Tiefgarage unter einem Teil des Innenhofes der Schule plant, um die herrschende Parkraumnot im dicht bebauten Gebiet des Bezirks zu entspannen. Bei den informellen Vorgesprächen wurde von Seiten der Direktion stets darauf hingewiesen, dass es von der Schule keine Zustimmung zu dieser Garage geben werde, weil den Beeinträchtigungen, die so ein Bau für die Schule darstellen würde, kein erkennbarer Nutzen für die Schule gegenüber steht.

Von meiner Seite wurde immer wieder betont, dass folgende Beeinträchtigungen den Schulbetrieb stören werden:

Die offiziellen Vertreter der Organe der Schule (Dienststellenausschuss, SGA, Elternverein) nahmen unter der Leitung der Direktion an mehreren Abklärungsgesprächen teil. Fragen und Sorgen sowie grundsätzliche Bedenken gegen die Garage wurden vorgetragen. Daneben hat sich eine externe Widerstandsfront, die Bürgerinitiative "Rettet den Schulhof", gegründet, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, den Bau der Garage unbedingt zu verhindern.

Im Zuge dieser Gespräche ist es relativ bald gelungen, substantielle Verbesserungen für die Schule zu erreichen, die für den Fall des Garagenbaues und als Ausgleich für die damit verbundenen Beeinträchtigungen in Aussicht gestellt wurden. Im Einzelnen sind dies: Obwohl von Seiten der HH 59 für den Bau und den Betrieb Versprechungen abgegeben wurden, die oben angeführten Beeinträchtigungen möglichst gering zu halten, ist die Furcht vor massiven Beeinträchtigungen geblieben. Dies zu Recht, da von den Projektbetreibern kein Vertrauen aufgebaut werden konnte, dass Zugesichertes auch eingehalten wird.
Ich sehe dieses Misstrauen vor allem als Folge gravierender Fehlinformationen im Vorfeld der Abstimmung über die Garage. Der Widerstand gegen die Garage ist somit nicht geringer geworden, sondern eher gewachsen. Mittlerweile ist die Planung der Garage jedoch so weit fortgeschritten, dass die Schule, falls die Behörde einen Baubescheid erteilt, kurz- bis mittelfristig mit dem Bau der Garage rechnen muss.

An dieser Stelle ist es mir als Direktorin wichtig klar Position zu beziehen:

Eine Schule agiert nicht im luftleeren Raum, sondern benötigt, gerade in der heutigen Zeit, ein offenes, positiv gesinntes Umfeld und kann sich daher den Bedürfnissen der Menschen in ihrer Umgebung nicht ganz verschließen. Nachdem ich mich nun mehr als zwei Jahre mit dem Thema sehr intensiv und auch fachlich einschlägig beschäftigt habe, bin ich davon überzeugt, dass wir im Interesse der Schule zu tragfähigen Kompromissen kommen müssen.
Die verkehrspolitische Absicht die Stellplatzversorgung im dicht bebauten Gebiet von Hernals zu verbessern, muss respektiert werden. Im Interesse der Schule vertrete ich jedoch den Standpunkt, dass die Belastungen durch den Bau und den Betrieb der Garage auf ein für einen klaglosen Schulbetrieb zumutbares Maß reduziert werden müssen. Gleichzeitig ist sicherzustellen, dass die in Aussicht gestellten Verbesserungen der Schule auch tatsächlich zu Gute kommen. Im Detail schlage ich daher folgende Verhandlungslinie vor: Dabei wird es neben der Art und Weise der Abwicklung der Baustelle auch um weitere wesentliche Punkte gehen wie etwa:
Alle ausgehandelten Zusagen müssen schriftlich festgehalten und vertraglich fixiert werden. Als Direktorin der Schule ist mir das Wohlergehen der Schule, die guten Rahmenbedingungen für den Unterricht und ein gutes vertrauensvolles Klima das Allerwichtigste. Eine weitere Eskalation des Konflikts halte ich für kontraproduktiv.

Mit freundlichen Grüßen
 
Eva Mersits
Direktorin