Die 5A im Höllengebirge
Vor langer Zeit machte sich eine Schulklasse, damals 5A des Gymnasiums Geblergasse, mit ihren drei Lehrer*innen auf eine dreitägigen Wanderung durch das wohl schlimmste und zugleich gefährlichste Gebirge weltweit – das Höllengebirge. Sie wollten dieses zur Stärkung des Teamgeistes überschreiten – und ohne diesen hätten sie diese Hölle wohl auch nie überstanden!
Alles begann an einem Mittwochmorgen als die SchülerInnen mit dem Zug die Hauptstadt Österreichs verließen und in ein leeres, verlassenes Dorf fuhren. Dort angekommen begann ihr Abenteuer. Mit einer alten und schaukelnden Seilbahn fuhren sie den Berg hinauf und verließen die Zivilisation. Es regnete fürchterlich und die Gondel wackelte stark hin und her. Die Kinder bekamen Angst, doch ihnen passierte nichts.
Angekommen am Berg machten sie sich auf den Weg. Wind kam auf, doch vorerst war er erträglich. Der erste Gipfel erfolgreich erklommen und die Anwesenheit in einem Buch vermerkt. Die Klasse freute sich sehr, doch der immer stärker werdende Regen trübte die Freude ein wenig. Vor ihnen lag noch ein knapp dreistündiger Weg bis zur ersten Hütte, also machten sich schnell weiter auf die Reise. Jedoch erschwerten die nassen Wurzeln und Steine die Route.
Wolken zogen auf und die Sicht wurde immer schlechter – die Gruppe teilte sich in zwei, eine ging fast verloren – doch zu guter Letzt kamen alle heil ans Ziel.
Der zweite Tag brachte zehn Stunden schweißtreibendes, kräftezehrendes Wandern mit sich. Zum Glück regnete es nicht, die Sonne schien und zwischen Kletterei, tiefen, schnaubenden Löchern im Berg – direkt aus der Hölle?! – und den schweren Rucksäcken genossen sie zwischendurch doch auch überwältigende Ausblicke auf die umliegenden Salzkammergut-Seen. Anstrengend war es für die Kinder trotzdem allemal. Stundenlang bergauf und bergab brachten die SchülerInnen an ihre Grenzen. Als sie letztendlich doch die nächste Hütte erreichten und es bei den letzten Ankömmlingen bereits dämmerte, waren alle erleichtert, den schwersten Teil hinter sich zu haben.
Doch es kam noch schlimmer! Der letzte Tag war für viele der schlimmste, wortwörtlich die Hölle. Die Beine und Füße brannten höllisch und die letzten Stunden fühlten sich endlos an.
Aber dann endlich die Erlösung! Der Attersee. Die Kinder fielen buchstäblich in das erfrischende Wasser und wuschen all ihre Erschöpfung ab. Stolz, diesen langen Weg gemeistert und die Hölle quasi durschritten zu haben machten sie sich auf den Heimweg zurück in die Stadt.
Noch heute, Jahre später, sagt man, das Höllengebirge trägt nicht umsonst diesen Namen.
Als Team ist die 5A hier jedenfalls zusammengewachsen.
(Sabrina Kößler, 5A)

