Imagefilm GRG17

Imagefilm GRG17

Das GRG17 stellt sich vor. In einem tollen  Film von Leander Heller, Raphael Hodjaev, Marlene Waldner, Sophia Moser, Patrik Gattringer, Lino Heller. Wir freuen uns rießig über das professionelle Ergebnis und wünschen euch viel Spaß beim zuschauen.

Protest für eine lebenswerte Zukunft

Protest für eine lebenswerte Zukunft

Schulbeginn 2022, erste Physikstunde des Jahres in der 3A. Auf eine Frage hin, wer aller im Sommer in unmittelbarer Nähe Waldbrände miterlebt hat, melden sich ca. zwei Drittel der Kinder und erzählen von ihren Erlebnissen in unterschiedlichen Ländern. Wir besprechen kurz, welche Extremwetterereignisse in letzter Zeit aufgetreten sind, und wie deren Häufung mit dem bestimmenden ökologischen Problem unserer Zeit zusammenhängt: der Klimakrise. Die genaueren Zusammenhänge sollen später im Unterricht be-handelt werden; ge-handelt wird allerdings jetzt. Eine große Mehrheit der Klasse spricht sich in einer Abstimmung dafür aus, im Rahmen eines Lehrausgangs am globalen „Klimastreik“ am Nachmittag des 23. Septembers teilzunehmen – und das, obwohl der Großteil der Zeit bereits schulfreies Wochenende wäre. Es wird also nicht die Schulzeit, sondern die Freizeit bestreikt! Hier haben Kinder begriffen, was viele Erwachsene nicht begreifen (wollen).

 

Die Schüler*innen haben am Tag der Demonstration schließlich keine Mühen gescheut und einige selbst erstellte Plakate mitgebracht. Bereitwillig beteiligten sich viele daran, das große Banner „Gemeinsam hinter der Wissenschaft“ am vorderen Ende des Demonstrationszuges mitzuschleppen. Freilich sollte auch die politische Bedeutung der Versammlungsfreiheit behandelt und die emotionale Atmosphäre der Demonstration pädagogisch begleitet werden, wofür Prof. Schwazer als Klassenlehrer für Geschichte und politische Bildung die Idealbegleitung war (danke auch an Prof. Hämmerle für die spontane Unterstützung vor Ort!). Die skandierten Parolen und Plakatsprüche analysierten wir dann noch bei der Rückfahrt zur Schule.

 

Viele aus der 3A haben hier in einer auch Zusammenhalt (sowohl, was die Banner, als auch das Sozialgefüge betrifft) stiftenden Aktion erfahren, dass es in einer Demokratie gewaltfreie Mittel gibt, bei Missständen nicht tatenlos zusehen (oder gar resignieren) zu müssen. Auch wenn bereits erste Klimakipppunkte fallen, viele weitere nicht mehr zu retten sind, und ein gewisses Maß an unwirtlicheren Bedingungen hingenommen werden muss: es macht einen großen Unterschied, ob es 2,0 oder 2,1 °C mehr an globaler Durchschnittstemperatur werden. Es lohnt, sich für das Klima einzusetzen, es zählt jedes Zehntel Grad – und auf die 3A kann das Klima auf jeden Fall zählen!

 

Reinhard Klauser

Interviews mit GRG17 Absolventen

Interviews mit GRG17 Absolventen

Wir (5C 21/22) haben uns im Ethikunterricht damit auseinandergesetzt, wie der Alltag der Schüler:innen vor 150 Jahren wohl war, welche Dinge die Schüler:innen aktuell beschäftigen und wie das vermutlich für die Schüler:innen der Geblergasse in 50 Jahren sein wird.

Die Frage nach der Vergangenheit hat uns dazu veranlasst, Absolventen unserer Schule zu kontaktieren und sie zu Interviews einzuladen. Das Ergebnis dieser Gespräche möchten wir euch natürlich nicht vorenthalten. Einen Teil davon werden wir schon am Schulfest präsentieren können.

Liebes Tagebuch!

 Heute bin ich müde aufgewacht und habe als erstes mein Instagram gecheckt. Ich bin so unsicher, wenn ich all diese Ideale sehe.

Ich habe mein Handy weggelegt und schnell einen PCR-Test gemacht, der sich braun verfärbte wegen meines übermäßigen Kaffeekonsumes. Ich würde weniger Kaffee trinken, aber es lässt sich mit meinem Schlafrhythmus nicht vereinbaren. Ich habe nicht gefrühstückt und mich auf den Weg in die Schule gemacht. Habe mich währenddessen zum Krieg in der Ukraine auf den neuesten Stand gebracht, indem ich einen Podcast hörte.

In der Schule habe ich den PCR-Test eingeworfen und auf dem Weg in meine Klasse Plakate zu verschiedensten Themen wie zum Beispiel Klimawandel, Frauenrechte, LGBTQIA – Rechte usw. gesehen. Es zieht mich echt runter, dass wir im 21. Jahrhundert noch immer für so etwas kämpfen müssen.

Die Glocke läutet und der Schultag beginnt. Die Lehrkraft kommt mit 10-mal so viel Energie wie ich in die Klasse und ehe ich von meinem Tisch aufsehen kann, werden schon Antigen-Tests ausgeteilt. Diese machen wir jeden Montag. Die Hälfte der Klasse ist nicht da, weil sie in Quarantäne ist und die Lehrerin ist frustriert, weil nicht mal die anwesenden Schüler mitarbeiten.

In der Pause sitze ich mit meinen einzigen zwei Freunden am Gang und wir beobachten, wie ein Kind von einem Oberstufenschüler schikaniert wird, weil es gefärbte Haare hatte und sich schwarz anzieht. Wegen solchen Schülern traue ich mich nicht, ich selbst zu sein und meinen Style auszuleben. In der nächsten Stunde haben wir Geschichte und ich kann mein Wissen zum Krieg teilen, da ich auf dem neuesten Stand bin. Einige Kinder reden über Verschwörungstheorien und Fake-News, die sie auf socialmedia gehört haben. Der Lehrer stellt diese aber richtig, damit keine Panik entsteht. Wir haben Angst, da wir noch nie einen so nahen Krieg erlebt haben.

In der Pause knurrt mein Magen, da ich schon lang nichts mehr gegessen habe, aber ich kaufe mir auch nichts im Buffet, weil die Preise hoch sind und ich eh schon knapp bei Kasse bin.

Ich gehe durchs Schulhaus und sehe all die LGBTQIA+ Flaggen. Ich denke darüber nach, warum es immer noch viele homophobe SchülerInnen gibt.

Nach sechs anstrengenden Stunden esse ich Pasta und entspanne mich kurz. Ich bin unabsichtlich eingeschlafen, weil ich so müde vom Tag war. Als ich aufwache, muss ich noch für eine Vokabelwiederholung lernen.

Nach diesem anstrengenden Tag liege ich den restlichen Abend in meinem Bett und „bingewatche“ meine Lieblingsserie.

Autorinnen: Röhrer Amelie, Sevic Kalina, Novotny Rosa (5C)