„Exporting Ethics. Europas Textilmüll außer Sichtweite“

„Exporting Ethics. Europas Textilmüll außer Sichtweite“

Beitrag der Schüler:innen des GRG 17 Geblergasse 1170 bei BILDUNGSWEGE eine Kooperation der KLIMA BIENNALE WIEN mit Future Works | Red Carpet Art Award 

Seit Anfang April 2024 bis Ende Juni 2024 präsentieren Schüler:innen im Rahmen der Klima Biennale Wien ihre Ideen zur nachhaltigen Gestaltung unserer Zukunft in den Red Carpet Showrooms in den Wiener Linien U-Bahn Stationen Karlsplatz, Volkstheater und Altes Landgut. Die Installation „Exporting Ethics. Europas Textilmüll außer Sichtweite“ wurde von der 5B Praxisklasse konzipiert, umgesetzt und am 21.05.2024 bis 12.06.2024 im Showroom am Karlsplatz präsentiert. 
Die Ausstellung Critical Consumption MAK Museum sowie der Unterricht in Kunst & Gestaltung boten Gelegenheit der Auseinandersetzung zu Textilkonsum bzw. -handel in Europa. 

Die Schüler:innen entwickelten dafür Ideen und wählten ein Konzept aus, das die Interventionen mehrerer Schüler:innen der Klasse beinhaltet. Eine Referenz ist Return to sender des Künstlerguppe The Nest Collective. Für die Umsetzung wurde ein Anruf zur Kleidersammlung in der Schule gestartet, wo sich viele Personen beteiligt haben und letztendlich mehr gesammelt wurde, als für die Installation notwendig war. Die Kleider wurden anschließend zur Entnahmen beim Schulfest angeboten und danach als Sachspenden an den Ute Bock-Verein abgeholt. 

Unterstützung von Reinhard Klauser (Anmeldung bei und Korrespondenz mit Red Carpet, Beteiligung beim Aufbau am Karlsplatz) und Maria Lici (unterstützte beim Transport und Aufbau der Installation)
Text: PIC 
Let’s empower Austria

Let’s empower Austria

Wusstest du, dass im Alltag mehr Frauen Verletzungen im Straßenverkehr erleiden als Männer? Das liegt allerdings nicht an dem Mythos, dass Frauen schlechtere Autofahrerinnen wären. Das stimmt auch gar nicht. Das liegt daran, dass bei Simulationen von Unfällen mit Chrashtest-Dummys diese stets an die männliche Anatomie angepasst sind und nicht an die weibliche. (Geschlechtergerechte Crashtest-Dummys sollen Autos für Frauen sicherer machen – Zukunft – derStandard.de › Wissen und Gesellschaft)

Frauen sterben auch viel häufiger an einem Herzinfarkt als Männer. Üblicherweise richten sich medizinische Untersuchungen am männlichen Körper aus. Männer erleben aber bei verschiedenen Krankheiten andere Symptome als Frauen. Das führt dazu, dass Krankheiten bei Frauen öfters nicht richtig diagnostiziert werden und ohne richtige Diagnose, fällt auch die Behandlung schlechter aus. (https://www.derstandard.at/story/3000000174602/warum-frauen-oefter-an-einem-herzinfarkt-sterben-als-maenner)  

Es gibt offensichtliche Diskriminierungen der Frau, vieles, was zu Ungleichheit führt, liegt aber auch im Verborgenen und hat ebenso drastische Auswirkungen. Die Klasse 3D beschäftigte sich im Zuge des Workshops der Organisation LEA (https://letsempoweraustria.at/), der von Katrin Hörbinger organisiert wurde, zwei Stunden lang spielerisch mit dem Thema Gleichstellung.

Wie kommt es zu Diskriminierung im Alltag? Wieso denkt bei „Arzt“ niemand an eine Frau? Warum dürfen Frauen erst seit 2014 bei den olympischen Spielen in der Sportart Skispringen antreten? Und wieso werden Menstruationsartikel in Österreich immer noch besteuert?

Das waren Themen, die im Zuge des Workshops mit den Schüler*innen erarbeitet und besprochen wurden. Die Klasse zeigte sich reflektiert, oft auch erstaunt und nicht nur einmal fiel das Wort „unfair“.

Unausgesprochen lag am Ende in der Luft, dass unsere Gesellschaft beiden Geschlechtern gleich viel Platz bieten muss, dass alle gleiche Chancen brauchen, dass ein sensibler Umgang mit Geschlechtlichkeit notwendig ist und Frauen nicht nur in Sprache, sondern auch in Medizin, Politik und Technik Thema sein müssen. Und auch Thema sein werden.

2.080.000.000

2.080.000.000

Eine beeindruckende Zahl.

Noch beeindruckender, wenn klar wird, dass jährlich in Österreich genau so viele Eier produziert und auch gegessen werden. Am interessantesten ist aber: Diese Anzahl an Eiern reicht nicht einmal aus, um den jährlichen Bedarf in Österreich zu decken – rund 10 Prozent müssen aus dem Ausland importiert werden. Auch das Schlachten von 4.650.000 Schweinen deckt gerade einmal 75 Prozent des Bedarfs der österreichischen Bevölkerung.

Es sind Zahlen, die in der 1E, 2D und 5C am Freitag, dem 02. Juni, für offene Münder und hochgestreckten Händen führen. Die Schüler*innen haben Fragen:

Warum produziert Österreich so viel Wein, wo doch hierzulande Bier so beliebt ist? Wieso bauen wir nicht mehr in die Höhe, wenn Boden ja sogar kostbar ist? Ist es möglich, einen Apfelbaum ganz ohne Bienen zum Tragen zu bringen? Und wieso sterben unsere Bienen überhaupt?

Der von Katrin Hörbinger und Doris Gasser organisierte Workshop zum Thema „Ernährung, Klima und Umwelt – Land- und Forstwirtschaft im Wandel“, der vom Österreichischen Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseum kostenlos an Schulen angeboten wird und von Gabriel Meusburger durchgeführt wurde, war ein voller Erfolg. Zwei Stunden lang erfuhren die Schüler*innen über die Bedeutung der Landwirtschaft, lauschten und spielten, und werden zukünftig, wenn sie vor vollen Tellern sitzen, sicher wieder an die vielen vermittelten Informationen zurückdenken.

Science@school „Quantentechnologien

Science@school „Quantentechnologien

Science@school

Im Rahmen einer Vortragsreihe „“science at school“ von der Fakultät für Physik und der Wiener Bildungsdirektion kam am 28.11.2022 Ass.-Prof. Dipl.-Phys. Andreas Nunnenkamp, PhD vom Institut für Quantenoptik, Quantennanophysik und Quanteninformation der Universität Wien zu uns um einen Vortrag über „Quantentechnologien“ zu halten.

Im Vortrag für alle 7ten und 8ten Klassen ging es um technische Anwendungen der Quantenphysik.

Interviews mit GRG17 Absolventen

Interviews mit GRG17 Absolventen

Wir (5C 21/22) haben uns im Ethikunterricht damit auseinandergesetzt, wie der Alltag der Schüler:innen vor 150 Jahren wohl war, welche Dinge die Schüler:innen aktuell beschäftigen und wie das vermutlich für die Schüler:innen der Geblergasse in 50 Jahren sein wird.

Die Frage nach der Vergangenheit hat uns dazu veranlasst, Absolventen unserer Schule zu kontaktieren und sie zu Interviews einzuladen. Das Ergebnis dieser Gespräche möchten wir euch natürlich nicht vorenthalten. Einen Teil davon werden wir schon am Schulfest präsentieren können.

Liebes Tagebuch!

 Heute bin ich müde aufgewacht und habe als erstes mein Instagram gecheckt. Ich bin so unsicher, wenn ich all diese Ideale sehe.

Ich habe mein Handy weggelegt und schnell einen PCR-Test gemacht, der sich braun verfärbte wegen meines übermäßigen Kaffeekonsumes. Ich würde weniger Kaffee trinken, aber es lässt sich mit meinem Schlafrhythmus nicht vereinbaren. Ich habe nicht gefrühstückt und mich auf den Weg in die Schule gemacht. Habe mich währenddessen zum Krieg in der Ukraine auf den neuesten Stand gebracht, indem ich einen Podcast hörte.

In der Schule habe ich den PCR-Test eingeworfen und auf dem Weg in meine Klasse Plakate zu verschiedensten Themen wie zum Beispiel Klimawandel, Frauenrechte, LGBTQIA – Rechte usw. gesehen. Es zieht mich echt runter, dass wir im 21. Jahrhundert noch immer für so etwas kämpfen müssen.

Die Glocke läutet und der Schultag beginnt. Die Lehrkraft kommt mit 10-mal so viel Energie wie ich in die Klasse und ehe ich von meinem Tisch aufsehen kann, werden schon Antigen-Tests ausgeteilt. Diese machen wir jeden Montag. Die Hälfte der Klasse ist nicht da, weil sie in Quarantäne ist und die Lehrerin ist frustriert, weil nicht mal die anwesenden Schüler mitarbeiten.

In der Pause sitze ich mit meinen einzigen zwei Freunden am Gang und wir beobachten, wie ein Kind von einem Oberstufenschüler schikaniert wird, weil es gefärbte Haare hatte und sich schwarz anzieht. Wegen solchen Schülern traue ich mich nicht, ich selbst zu sein und meinen Style auszuleben. In der nächsten Stunde haben wir Geschichte und ich kann mein Wissen zum Krieg teilen, da ich auf dem neuesten Stand bin. Einige Kinder reden über Verschwörungstheorien und Fake-News, die sie auf socialmedia gehört haben. Der Lehrer stellt diese aber richtig, damit keine Panik entsteht. Wir haben Angst, da wir noch nie einen so nahen Krieg erlebt haben.

In der Pause knurrt mein Magen, da ich schon lang nichts mehr gegessen habe, aber ich kaufe mir auch nichts im Buffet, weil die Preise hoch sind und ich eh schon knapp bei Kasse bin.

Ich gehe durchs Schulhaus und sehe all die LGBTQIA+ Flaggen. Ich denke darüber nach, warum es immer noch viele homophobe SchülerInnen gibt.

Nach sechs anstrengenden Stunden esse ich Pasta und entspanne mich kurz. Ich bin unabsichtlich eingeschlafen, weil ich so müde vom Tag war. Als ich aufwache, muss ich noch für eine Vokabelwiederholung lernen.

Nach diesem anstrengenden Tag liege ich den restlichen Abend in meinem Bett und „bingewatche“ meine Lieblingsserie.

Autorinnen: Röhrer Amelie, Sevic Kalina, Novotny Rosa (5C)

Der Kreis

Der Kreis

Alles über den Kreis: Julie und Katharina aus der 4e haben ein unterhaltsames Video produziert, in dem alle wichtigen Formeln zum Kreis vorgestellt und visuell erklärt werden. Tipp: Mehrmals ansehen, es gibt immer wieder etwas Neues zu entdecken 😉